Die Handlungsgebiete

Die Freiberger Netzwerker haben sich zum Ziel gesetzt, die Geobiotechnologie auch bundesweit zu etablieren und nutzen dabei nationale und internationale Partnerschaften, die bis nach UK und Chile reichen. Die Geobiotechnologie ist für viele Unternehmen, und hier besonders für KMU, als eigenständiges Geschäftsfeld oder Geschäftsfelderweiterung auch für das Exportgeschäft interessant. Sie bietet innerhalb der Auseinandersetzung mit den Herausforderungen globaler Rohstoffmarktentwicklungen gerade der jungen rohstofforientierten ostdeutschen Industrie einen Wettbewerbsvorteil im In- und Ausland durch die Entwicklung eigener Technologien, Techniken. Methoden und Produkten in der Praxis am eigenen Standort.

Hierzu zählen vor allem neue Methoden in der Rohstoffgewinnung, wie:

  • die Bestandsaufnahme der nutzbaren /behandelten Erze, Rückstände (Halden, Tailings, Schlacken…), Abfälle, Abwässer, Prozesswässer im Rahmen von F&E-Arbeiten an ausgewählten Objekten des Sanierungs- und Erzbergbaus.
  • die Zusammenstellung (geo)biotechnologischer Methoden zur Wertstoffrückgewinnung
  • die Ableitung von Prozessen (Auswahl), konkret am Beispiel von:
    1. Gewinnung von Nickel aus lateritischen Erzen mit heterotrophen und autotrophen Mikroorganismen
    2. Gewinnung von Aluminium aus Verbundmaterialien
    3. (Rück)gewinnung von Metallen aus kontaminierten Böden durch Laugungsverfahren bei der Bodensanierung

 In gleicher Weise soll die Netzwerkarbeit helfen, die Entwicklung neuer Methoden der Aufbereitung zu beschleunigen, wie z.B.:

    1. Integration von (geo)biotechnologioschen Prozessen in Recyclingverfahren
    2. Abtrennung und Rückgewinnung von Metallen aus Prozesswässern durch (geo)biotechnologische Methoden (Bioakkumulation, Biosorption, Biotransformation)
    3. Entwicklung geschlossener Kreisläufe hydrochemischer und hydrometallurgischer Aufbereitungsprozesse. Sie eröffneten in den ariden Gebieten der Erde überhaupt erst die Gewinnung von Rohstoffen.

Ferner werden in der Netzwerkarbeit Neue Methoden der ökonomisch-ökologischen Bewertung erarbeitet werden können, die einer komplexen Anforderung genügen, wie beispielsweise die Bewertung von Gewinnungsprozessen, Kinetik, wirtschaftliche Relevanz, Kosten.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Anpassung der Gewinnungs- und Aufbereitungsverfahren für mit Auflagen behaftete Förderprojekte im internationalen Rohstoffgeschäft unter den immer wichtiger werden Aspekten, einer:

  • Bewertung der Prozesse aus umweltstrategischer Gesicht
  • Reduzierung der Umweltbelastung
  • Minimierung von Abfall- und Reststoffen
  • Reduzierung von Wasserbedarf und Beitrag zur Wasserqualitätssteigerung

Ein weiterer wichtiger Baustein in der Folge der Netzwerkarbeit wird in der Verwertung der Ergebnisse für die internationale Beratung, Weiterbildung und Schulung in ostdeutschen Standorten liegen. Dabei wird berücksichtigt, das Weiterbildung und die daraus resultierenden strategischen Kontakte und Partnerschaften ein wichtiges akquisitorisches Instrument sind.

Gemeinsam sollen die erläuterten Innovationspotenziale in der Region verbreitert und mit Partnern zur Anwendungsreife gebracht werden. Damit besteht der Nutzen in der Region aus der Überführung der Ergebnisse aus F&E sowie Geschäftsteil-bereichen in das Angebot vermarktungsreifer komplexer Dienstleistungen im laufenden und zukünftigen Bergbau, im Sanierungsbergbau und in der Abfallwirtschaft und Umwelttechnik / Ressourcenmanagement auf nationalen und internationalen Märkten der privaten und öffentlichen Finanzierung.